Meine Naturfotografie Ausrüstung

Meine Ausrüstung

Da ich von euch regelmäßig nach meinen Ausrüstungsgegenständen gefragt werde, findest du hier einen kleinen Überblick. Die Auflistung ist sicherlich noch nicht komplett, aber ich werde den Artikel über die kommenden Wochen laufend erweitern. Du vermisst einen Ausrüstungsgegenstand oder möchtest mehr Details zu einem genannten Teil wissen? Oder du kennst ein spannendes Teil, dass ich mir mal anschauen sollte? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar unter dem Artikel, dann werde ich die Informationen möglichst zeitnah ergänzen.

Kamera

Meine aktuelle Kamera ist die Nikon D500 (hier geht es zu meinem Testbericht der D500). Mit dieser bin ich seit Q3 / 2018 unterwegs. Eine absolut großartige Kamera für Wildlife-Fotografie. Im Moment führt für mich (leider) noch kein Weg an DSLR vorbei – wobei die DSLM Kameras hoffentlich bald komplett aufgeschlossen haben. Wenn du nur Landschaften oder Makros fotografierst, kann allerdings auch eine spiegellose Systemkamera für die die erste Wahl sein. Lies hierzu einfach mal meinen Artikel „Spiegellose Systemkamera oder Spiegelreflex – Was ist besser?“

Meine erste DSLR habe ich im Jahr 2008 gekauft: Eine Nikon D60. Fünf Jahre später dann kam die Nikon D7100. Und wieder fünf Jahre später die D500. Das sind verhältnismäßig lange Zeiträume für die Anschaffung einer neuen Kamera, entsprechend groß war für mich immer der Qualitätsunterschied in den neuen Modellen. Natürlich hätte ich auch schon jeweils nach zwei Jahren wechseln und so für eine bessere Bildqualität von den technischen Fortschritten profitieren können.

Allerdings ist so eine Investition für mich persönlich jedes mal viel Geld, ungeachtet der Umstände ob ich das Geld zur Verfügung habe oder nicht. Als ich die D60 gekauft habe, war ich noch Student – da war ich immer knapp bei Kasse. Heute, mit regelmäßigem Einkommen, kann ich mir das natürlich eher leisten – trotzdem überlege ich sehr lange, bevor ich solch eine Investition tätige. Trotz der intensiven Nutzung haben beide Kameras auch jeweils nach fünf Jahren noch gut funktioniert. Die D60 habe ich damals verkauft, die D7100 besitze ich heute noch als Ersatzkamera.

Objektive

Als Teleobjektiv setze ich – ebenfalls seit Q3/2018 – das Nikkor 200-500 ein. Ein tolle Linse, die schon Offenblende scharf abbildet. Davor hatte ich vier Jahre lang das Tamron 150-600 G1 im Einsatz. Vier Jahre zu lang, muss ich heute leider sagen. Ich weiß nicht ob ich ein besonders schlechtes Exemplar hatte, allerdings habe ich es nur unter seltenen Umständen geschafft, scharfe Fotos mit dem Objektiv aufzunehmen. Am langen Ende ein Motiv auf weite Distanz fotografieren und gute Ergebnisse zu erhalten war nicht möglich. Abblenden und rauszoomen an der Tagesordnung – das muss ich beim Nikkor 200-500 nicht.

Bei Spaziergängen bin ich oftmals mit dem Tamron AF SP 70-300mm unterwegs. Das ist leicht und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Als Makroobjektiv kommt das alte Nikkor 105mm f/2.8 AF-D Micro zum Einsatz. Da mir hier aber tatsächlich in manchen Situationen der Autofokus zu langsam ist und ich oftmals mit chromatischen Aberrationen zu kämpfen habe, habe ich vor Kurzem ein gebrauchtes Sigma 150mm f/2.8 EX APO DG Makro HSM erworben – die Version ohne Bildstabilisator (OS). Hier muss ich erst noch die nächste Makrosaison abwarten, wie das Objektiv im Feld liefert. Gegebenenfalls werde ich doch mal auf ein Makro mit Bildstabilisator gehen, aber das wird die Zeit noch zeigen.

Stative

2009 habe ich mir als Dreibeinstativ das Manfrotto 055XPROB gekauft, das so heute nicht mehr erhältlich ist. Die 055er Serie gibt es dennoch immer noch, als aktuellen Nachfolger könnte man wohl das MT055XPRO3 nennen. Für mehr Stabilität und geringeres Gewicht habe ich mit diesem Umbausatz übrigens die Mittelsäule entfernt. Gibt es für viele Modelle der 055er Serie und ist absolut empfehlenswert. Sicher gibt es heute bessere, leichtere, funktionalere Stative – aber ich sehe aktuell keinen Grund ein neues Stativ zu kaufen, zumal ich mein Teleobjektiv meist auf mein Einbeinstativ setze.

Zudem hat meiner Meinung nach die Relevanz von Dreibeinstativen Dank moderner Bildstabilisatoren und hoher ISO Zahlen sehr abgenommen. Vor 10 Jahren war das sicherlich noch anders, aber heute geht es selbst bei schweren Kombis bei entsprechendem Licht sogar mal mit einem Einbeinstativ. Es gibt nur noch wenige Situationen, in denen ich das Dreibein mitnehme.

Als Einbeinstativ kommt das Benro C49T aus Carbon zum Einsatz. Tolles Stativ, das absolut seinen Zweck erfüllt. Auch wenn auch das nicht mehr das neueste Modell ist, sehe ich hier aktuell keinen Grund zum wechseln.

Als Mini-Stativ für Makro besitze ich ein Slik Sprint Mini II. Auch schon betagt, aber solange es nicht defekt ist, werde ich es auch nicht austauschen. Sollte das einmal seinen Geist aufgeben, werde ich vermutlich ein Auge auf das Berlebach Ministativ werfen.

Zusätzlich kommen noch zwei Bohnensäcke in unterschiedlichen Größen zum Einsatz – vornehmlich bei bodennahen Aufnahmen oder Fotosessions aus dem Auto heraus. Ein kleiner, selbstgebastelter Bohnensack für Makroaufnahmen und ein größerer für das Teleobjektiv.

Stativköpfe

Als Stativkopf auf dem Dreibein kommt bei mir aktuell der Novoflex Classic Ball 5 II zum Einsatz. Ein absolut amtliches Teil. Nahezu keine Positionsveränderung der Kugel bei Feststellung, selbst mit dem Teleobjektiv. Außerdem großartige Friktionskontrolle.

Auf dem Einbein ist ein SIRUI L-10 angebracht. Tolle Verarbeitung und das Feststellrad lässt sich fein justieren. Auch ein Gimbal hatte ich schon im Einsatz: Beike BK-45. Grundsätzlich machte der Kopf für den günstigen Preis einen soliden Eindruck – allerdings sagt mir persönlich das Handling eines Kugelkopfes eher zu als das Handling mit einem Gimbal. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Tarnung

Als Haupttarnung kommt bei mir ein 3D-Tarnanzug zum Einsatz. Dieser bietet mir maximale Flexibilität bei guter Tarnwirkung. Den Tarnanzug kombiniere ich mit einer Tarnhaube sowie mit Tarnhandschuhen. Zusätzlich ergänze ich meine Ausrüstung noch mit einem Tarnschal, um Ausrüstungsgegenstände wie Stativ oder Rucksack zu kaschieren.

Das Objektiv wird mit einem Überzug aus Neopren getarnt. Hier gibt es Lösungen im Preisereich von ca. 25 bis 100 Euro, die zusätzlich zur Tarnwirkung auch noch einen tollen Schutz bieten. Ich habe beide Preiskategorien bereits ausprobiert. Der Hauptunterschied lag für mich darin, dass die teuren Ausführungen wesentlich besser auf der Kamera hielten, da sie auf der Innenseite über eine Gummierung verfügen. Beim günstigeren Modell hingegen rutschten die einzelnen Module gerne mal aus ihrer Position, was auf Dauer schon nerven kann.

Wenn ich mich im Feld bewege, achte ich darauf möglichst unauffällig unterwegs zu sein. Gerne greife ich hier auf Kleidung aus der Jagdabteilung von Decathlon zurück – gute Tarnwirkung, günstiger Preis, ausreichende Qualität.

Zu guter letzt habe ich noch ein Tarnzelt, das allerdings seltener zum Einsatz kommt: Das HBN-Pro hide von Han Bouwmeester.

Fotorucksack

Als Fotorucksack kommt bei mir aktuell der Vanguard Sedona51 in khaki-grün zum Einsatz. Empfehlen kann ich diesen nur bedingt, da bereits bei der dritten oder vierten Tour die Nähte aufgingen – obwohl ich das große Teleobjektiv gar nicht dabei hatte. Der Service von Vanguard hat zwar vorbildlich reagiert und mir unverzüglich Ersatz geschickt, allerdings fürchte ich, dass auch dieser nicht lange halten wird.

Tipp: Ansonsten habe ich auch oft den Trekkingrucksack Easyfit von Decathlon im Einsatz. Das ist zwar kein spezieller Fotorucksack, aber das ist tatsächlich egal. Der Rucksack ist super stabil, günstig und die Kamera kann ich entweder in einem Einschlagtuch einpacken oder ich ergänze den Rucksack durch spezielle und günstige Kamera-Einsätze.

Der Kauf eines teuren, speziellen Kamerarucksacks ist somit nicht immer unbedingt erforderlich. Mir persönlich ist es wichtig, dass der eingesetzte Rucksack wie ein Trekking- oder Wanderrucksack funktioniert: Robuste Materialien und hoher Tragekomfort stehen an erster Stelle. Hat er dann noch natürliche Grün- oder Brauntöne und verfügt über einen Regenschutz, macht es ihn zum idealen Kandidaten.

Wetterschutz

Damit ich bei schlechtem Wetter nicht zu Hause bleiben muss, habe ich mir eine Wetterschutzhülle zugelegt – natürlich gleich in Tarnfarbe 😉 Hält prima den Regen fern und so muss man sich keine Sorgen machen, sollte man mal in einen Schauer geraten. Hier geht’s zur Wetterschutzhülle

Wildkamera

Als Wildkamera setze ich die Secacam HomeVista ein. Lässt bisher keine Wünsche offen. Außer vielleicht ein GSM-Modul, um sich die Bilder direkt zuschicken zu lassen. Vielleicht hat die nächste Kamera das ja 😉

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