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Tragopan Hokki V2 Review

Das Hokki V2 von Tragopan ist ein Tarnzelt, das sich durch seine bodennahe Arbeitsweise auszeichnet. Ich habe tatsächlich lange auf so ein Tarnzelt gewartet – und wollte es auch gleich ausprobieren. Während man bei „klassischen“ Tarnzelten die meiste Zeit auf einem Stuhl sitzt, liegt man im Hokki von Tragpon – und das bringt einige Vorteile für Fotografen mit sich.

Einsatzmöglichkeiten des Tragopan Hokki

Tarnzelte mit Sitzgelegenheit sind weit verbreitet. Sie ermöglichen es Jägern ihren Bedürfnissen entsprechend die Jagd auszuüben. Auch für Fotografen haben diese eine Daseinsberechtigung: Etwa für die Fotografie von Rehen oder Vögeln an der Ansitzwarrte oder am Futterhaus.

Schwierig wird es jedoch bei kleineren Motiven, die sich in Bodennähe aufhalten: Feldhasen, Limikolen oder Hühnervögel sind hier nur einige Beispiele.

Auch an Gewässern lässt es sich gut einsetzen, um Wasservögel zu fotografieren: Darf oder möchte ich nicht ins Wasser steigen, stelle ich das Zelt in Ufernähe auf und habe so die Möglichkeit, die Vögel auf Augenhöhe zu fotografieren.

Natürlich könnte ich mich auch ohne Zelt und ggf. mit leichter Tarnung wie einem Tarnnetz ans Ufer oder auf die Wiese legen. Allerdings reagieren manche Tierarten besonders empfindlich auf Bewegungen, und diese kaschiert das Tarnzelt natürlich wunderbar.

Zudem bietet das Zelt einen zusätzlichen Wetterschutz und es wäre theoretisch möglich, das Zelt schon am Vorabend aufzubauen, darin zu nächtigen und so schon frühmorgens am Fotospot zu sein. Achtung: Das fällt natürlich unter Wildcamping, wenn du dies in der Natur machst. In deinem eigenen Garten wäre das kein Problem.

Der Auf- und Abbau

Dank des Schnellfaltsystems ist die vordere Kuppel schnell auf- und wieder abgebaut. Im hinteren Bereich des Zeltes gilt es noch zwei Zeltstangen zu montieren, aber auch das geht schnell vonstatten.

Über die Kuppel im vorderen Bereich wird noch eine zusätzliche Plane gespannt, die sich bequem mit einem Steckverschluss befestigen lässt. Die Plane sorgt für zusätzlichen Regenschutz und verbessert die Durchlüftung. So wird die Kondenswasserbildung vermieden und bei direkter Sonneneinstrahlung steigt die Sonneneinstrahlung nicht so stark.

Zum Schluss noch die Heringe anbringen und fertig. Maximal dauert der Aufbau 10 Minuten, der Auf- und Abbau mit einem Pop-Up-Zelt ist aber trotzdem schneller.

Im Frontbereich gibt es noch die Möglichkeit unterschiedliche „Verblendungen“ am Fenster anzubringen. Hier sind ein paar Optionen mitgeliefert, um etwa ein Netz oder eine blickdichte Verblendung anzubringen. Hier kann je nach Störungsempfindlichkeit der Tierarten gewählt werden. Auch ein längerer Schlauch zur Tarnung des Objektivs, das vorne aus dem Zelt herausschaut, ist mitgeliefert.

Links und rechts im seitlichen Bereich der Kuppel verfügt das Zelt übrigens ebenfalls über Öffnungen. So kann man für eine gute Luftzirkulation sorgen, beobachten was an den Seiten passiert und zur Not auch da mal die Kamera raushalten, sollte sich eine gute Gelegenheit ergeben.

Auf den wasserdichten Zeltboden lege ich übrigens aus Komfortgründen noch die faltbare Bundeswehr Isomatte – ein Ausrüstungsgegenstand, der mir schon seit vielen Jahren treue Dienste erweist und durch das praktische Faltprinzip in die meisten meiner Rucksäcke passt.

Zusätzlich würde ich immer empfehlen, das Zelt noch ein wenig mit Material aus der Umgebung zu tarnen – falls vorhanden. Also nicht hergehen und Äste abbrechen oder Schilf herausreißen. Aber falls du heruntergefallene Äste oder anderes brauchbares Material findest, kannst du so eine noch bessere Tarnwirkung erzielen.

Video aus dem Inneren

Wissenswertes zum Tarnzelt

Aufgebaut misst das Zelt eine Länge von 2,30 Meter und eine Breite von 0,95 Meter. Mit 1,80 Körpergröße hat man also in der Tiefe noch einen guten halben Meter für Ausrüstung, in der Breite kann bequem der Rucksack platziert werden. Das Zelt ist übrigens 75 Zentimeter hoch und wiegt mit Tasche 2,65 kg.

Als Material kommt 150D „Oxford“ Polyester zum Einsatz, was eine gute Kombination aus leichtem Gewicht bei hoher Strapzierfähigkeit mit sich bringt.

Verbesserungspotentiale

Am meisten gestört hat mich tatsächlich die Tasche, in der das Tarnzelt eingepackt ist.

So fehlt mir eine Umhängemöglichkeit, um die Hände auf dem Weg zum Fotospot für die Kamera frei zu haben. Die Tasche verfügt lediglich über zwei kleine Tragegriffe. Man muss sich also selbst eine Lösung basteln oder damit leben, dass man das Zelt in der Hand tragen muss.

Beim Abbau des Zeltes muss man dann alles tatsächlich ein wenig in die Tasche quetschen – mich persönlich nervt das tierisch, da das unnötig Zeit beim Abbau kostet. Wäre die Tasche einfach nur ein paar Zentimeter größer, würde das viel schneller klappen. Aus meiner Sicht völlig unnötig, aber vielleicht kann mir ja mal jemand erklären, warum man so eine Tasche so eng bemisst 😉

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